So machen Sie Ihr Radl wieder fit

Beim ersten Antritt des Jahres soll es keine bösen Überraschungen geben. Kette, Beleuchtung, Reifen sollte man unbedingt in Schuss bringen. Die Deutsche Verkehrswacht erklärt, wies geht

can/Deutsche Verkehrswacht

In dieser Woche wird’s schon richtig Frühling, und alle schwingen sich aufs Radl. In Stadt und Land. Doch nicht selten stand der Drahtesel den kompletten Winter unbewegt im Keller, der Garage oder sogar draußen vor der Tür. Stark vernachlässigte Fahrräder sollten dringend in eine Werkstatt gebracht werden. Kleinere Mängel lassen sich aber daheim beheben. Damit es beim ersten Antritt keine bösen Überraschungen gibt, hier ein paar Tipps von der Deutschen Verkehrswacht e.V.:

Schmutzlos glücklich

Schritt 1: Das Rad gründlich reinigen. Am besten geeignet sind dafür ein einfacher Schwamm und Seifenlauge. Besonders Lampen und Reflektoren sollten schmutzfrei sein. Kette, Kettenblatt und Ritzel sollten mit einem leichten Öl extra gereinigt werden. Dazu kann eine alte Zahnbürste verwendet werden. Nach dem Waschen ist Trockenreiben angesagt. Danach alle beweglichen Teile einfetten oder einölen.

Die Kette

Sie ist stark beansprucht und der Witterung ausgeliefert. Darum rostet sie schnell und muss dann vor dem Fahren gereinigt werden, andernfalls droht sie zu klemmen oder gar zu reißen, da Korrosion das Metall stark angreifen kann.

Zuerst den groben Schmutz und Rost mit einer Drahtbürste von Kette und Ritzeln entfernen. War sie noch beweglich, reicht es meist, sie danach zu ölen. Bei steifer Kette ist es sicherer, sie zu erneuern; andernfalls mit einem Rostlöser oder Kriechöl behandeln und einwirken lassen. Danach mit einem Tuch gründlich säubern und mit Kettenöl oder -Fett einschmieren.

Die Reifen

Wird das Rad einige Wochen nicht bewegt, ist ein Verlust an Reifendruck normal. Verliert der Reifen nach dem Aufpumpen aber schnell wieder Luft, kann dies ein Hinweis auf eine undichte Stelle im Schlauch sein; er muss dann geflickt oder ausgetauscht werden. Dabei sollte die Reifeninnenseite auf Gegenstände abgesucht werden, die das Leck verursacht haben könnten.

Ist der Reifen stark beschädigt, muss er ausgewechselt werden. Gleiches gilt, wenn das Profil abgefahren ist, da er dann an Bodenhaftung verliert. Spätestens wenn der Pannenschutz oder die Karkasse (Gewebe im Gummi) durch den Reifen scheinen, sollte er getauscht werden.

Lange Standzeit mit wenig Luftdruck heißt auch, dass ein Reifen an der Auflagefläche beansprucht wird. Bei älterem und bereits porösem Gummi kann die Reifenwand beschädigt werden. Wird das nicht sofort bemerkt, besteht die Gefahr, dass der Reifen während der Fahrt platzt und das Laufrad blockiert. Also rechtzeitig auswechseln!

Die Bremsen

Gerade die sehr verbreitete Felgenbremse muss ständig gewartet und Verschleißteile gegebenenfalls ausgetauscht werden. Dazu gehören zum Beispiel die Bremsbeläge, deren Lebensdauer von Materialqualität und Nutzung abhängt.

Gleiches gilt für die Bowdenzüge. Die Bremskabel dehnen sich mit der Zeit und müssen nachjustiert werden. Lässt die Wirkung spürbar nach oder bleiben die Bremshebel schwergängig, sind meist die Innenseiten der Bremshüllen stumpf oder beschädigt und der Zug muss ausgetauscht werden.

Beim Bremsen schleifen sich langsam die Felgenflanken der Laufräder ab. Bei starker Beanspruchung kann die Felgenwand reißen und schwere Stürze verursachen. Sinkt ihre Dicke etwa unter einem Millimeter, müssen sie dringend ausgewechselt werden. Die Dicke kann in einer Fahrradwerkstatt ermittelt werden. Viele Felgen haben einen Verschleißindikator, meistens eine gefräste Rille in der Felgenwand. Ist diese kaum noch zu sehen, muss das Laufrad erneuert werden.

Die Beleuchtung 

Reflektoren in den Speichen können leicht selbst ausgetauscht werden. Wichtig: Zwei an jedem Reifen sind Pflicht. Die Beleuchtung selbst ist oft nicht ganz einfach zu reparieren. Wer sich nicht auskennt, geht ins Radlgeschäft, oder kauft sich batteriebetriebene Lampen für vorne und hinten.

 

 

 

 

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