So lebte Martin Luther

Dieses Turnierbuch entstand im Auftrag von Johann Friedrich I. von Sachsen. Es dokumentiert seine Teilnahme an diversen Turnieren im Zeitraum von 1521 bis 1534 und kann damit als ein Ausweis seiner ritterlichen Leistungen gewertet werden. © Kunstsammlungen der Veste Coburg

55 000 Menschen waren heuer bereits zu Besuch auf der Veste Coburg, um in die Zeit um 1500 einzutauchen. Dort gibt es momentan die Bayerische Landesausstellung 2017 zu sehen. Sie trägt den Titel „Ritter, Bauern, Lutheraner“. Noch bis 5. November ist Gelegenheit, die Erfolgsschau zu besichtigen.

Das gibt es zu sehen 

Anlass für die Ausstellung rund um Martin Luther ist das Reformationsjubiläums. An originalen Schauplätzen können die Besucher ein Panorama der Zeit um und nach 1500 bestaunen. Kostbare und ungewöhnliche Objekte erzählen die Geschichte einer Epoche des Umbruchs und Aufbruchs.

Die Ritter kämpfen ihren letzten Kampf, die Bauern stehen auf und in den Städten gärt es. Buchdruck, Flugschriften und Kampflieder bringen neue Ideen unter die Leute, jahrhundertealte Gewissheiten geraten ins Wanken. Vor allem in Süddeutschland, in Franken, Schwaben und Altbayern, entscheidet sich Erfolg oder Misserfolg der evangelischen Bewegung. Von der Veste Coburg aus verfolgt Martin Luther den Augsburger Reichstag von 1530, von dem sich alle eine Lösung der Konfessionsfrage erhoffen.

Das Leben um 1500

Die Ausstellung zeigt das Leben auf dem Land, in der Stadt, in den Klöstern und in den Ritterburgen. Kostbare und ungewöhnliche Originale aus der Zeit, Kunstwerke von Dürer, Cranach und vielen anderen Meistern, eindrucksvolle Inszenierungen und moderne Ausstellungstechnik helfen bei der Antwort auf die Fragen:

Was trieb die Menschen in bewegten Zeiten um?
Wurde die Welt wirklich durch die Ideen und Schriften Martin Luthers verändert?
Und was hat das mit uns heute zu tun?

Die Bayerische Landesausstellung 2017 „Ritter, Bauern, Lutheraner“  ist täglich von 9 bis 18 Uhr geöffnet. Weitere Infos gibt es hier.

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