Landshut: Einmal noch Hochzeiten

Prinzessin Hedwig in ihrer Hochzeitskutsche: Begleitet von zahlreichen weiteren Gruppen wie Rittern, Gauklern, Musikern und Fahnenschwingern wird die Braut durch die Stadt zur Festwiese gefahren. Foto: Nuscheler

Allerletzte Chance für alle Mittelalter-Fans und diejenigen, die es noch werden wollen. Am kommenden Wochenende, 22. und 23. Juli, wird das letzte Mal die Landshuter Hochzeit gefeiert. Zumindest für heuer. Die nächste Aufführung des Riesenspektakels findet erst wieder in vier Jahren statt. Also auf geht’s nach Landshut!

Das Programm: 

Spannend wird es wie immer bereits am Freitagabend. Ab 18 Uhr ist geboten:

  • Fechtschule auf der Burg (Schwedenwiese)
  • Lagerleben (Lager- und Zehrplatz)
  • Fest- und Tanzspiel (Rathaus)
  • Tavern in der Steckengassen (Salzstadel)
  • Nächtlicher Mummenschanz (Residenz)

Richtig los geht es dann am Samstagmittag mit folgenden Programmpunkten:

  • Festspiel (Rathaus)
  • Musik zu des Fürsten Hochzeit (Residenz)
  • Fest- und Tanzspiel (Rathaus)
  • Fechtschule auf der Burg (Schwedenwiese)
  • Treffpunkt Altstadt (Buntes Treiben in der Altstadt)
  • Laudate Dominum (St. Jodok)
  • Tanzspiel (Rathaus)
  • Tavern in der Steckengassen (Salzstadel)
  • Lagerleben (Lager- und Zehrplatz)

Höhepunkt des Tages: Die festlichen Spiele im nächtlichen Lager (Turnierplatz)

Am Sonntag wird dann geheiratet:

  • Hochzeitszug durch die Altstadt
  • Lagerleben (Lager- und Zehrplatz)

Höhepunkt des Tages: Reiter- und Ritterspiele (Turnierplatz)

Das ist die Landshuter Hochzeit

Über 2000 Kostümierte wirken bei der Landshuter Hochzeit mit. Doch es handelt sich dabei nicht um Stuntmen und Profis von irgendwoher. Nein. Die Mitwirkenden stammen durch die Bank aus dem Landshuter Landkreis. Die Gaukler sind in Wahrheit die Mitglieder des Turnvereins Landshut, die Fahnenwerfer sind die Handballer, die Ritter werden von Reitern und Pferdenarren aus der Region dargestellt.

Authentizität. Das wird hier in Landshut groß geschrieben. Die Kostüme sowie Accessoires und Fuhrwerke – alles wurde nach uralten Vorlagen genäht und gebaut. Auch die Musik und Tanzschritte stammen tatsächlich aus dem späten Mittelalter. Sehr ernst nehmen die Mitwirkenden auch ihr Handy- und Brillenverbot. Sogar Ohrringe werden entfernt und Eheringe abgelegt. Alles soll so sein wie 1475.

Keine Karten? Kein Problem 

Wer also einmal komplett ins späte Mittelalter eintauchen will und Herzog Georg dem Reichen und seiner Polenprinzessin Hedwig beim Hochzeiten zusehen will, der sollte am Wochenende unbedingt nach Landshut fahren. Wer keine Karten für Ritterturnier und nächtliche Spiele ergattern konnte, braucht nicht traurig sein. Der Hochzeitszug sowie Lagerleben, Altstadttreff und weitere Veranstaltungen sind kostenfrei bzw. ohne vorherige Reservierung zu besuchen.

Alle Infos zum Spektakel in Landshut finden Sie hier.

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