Rodeln: Hier gibt’s den letzten Schnee

Noch ein letztes Mal Gas geben, bevor der Winter endgültig in die Knie geht und die Schlitten eingemottet werden: Am Wallberg bei Rottach-Egern wartet eine der längsten Naturrodelbahnen Deutschlands auf wagemutige Pistenpiloten.

Text: Beate Strobel

Sechseinhalb Kilometer Länge! 825 Meter Höhenunterschied! 30 Minuten Fahrt, mindestens! Ja, das Rodeln auf dem Wallberg oberhalb vom Tegernsee ist eine Angelegenheit mit vielen Ausrufezeichen. Warum? Weil es eine Mordsgaudi ist – Ausrufezeichen!

Hinauf geht’s ganz bequem per Gondel (www.wallbergbahn.de), und wer es auf dem Gipfel noch bisschen länge bequem haben möchte, der fährt erst einmal einen Einkehrschwung ins Panoramarestaurant (www.wallberg-restaurant.de ) auf gut 1600 Meter Höhe. Achtung: Jetzt besser keinen Jägertee oder Glühwein bestellen, denn nicht nur im Auto, sondern auch auf dem Schlitten ist man mit zu viel Promille fehl am Platz.

Quelle: wallbergbahnen.de
Quelle: wallbergbahnen.de

Dann aber geht’s abwärts. Und zwar mit Karacho! Die 6500 Meter lange und täglich frisch präparierte Wallberg-Abfahrt ist nichts für Anfänger, sondern eine sportliche Herausforderung für Abenteuerlustige. Festes Schuhwerk mit Profilsohle, Helm und Skibrille sind hierfür kein Ausrüstungs-Schnickschnack, sondern Pflicht.

Das Schlittenseil niemals loslassen

Und auch sonst sollte man sich hier besser an die ungeschriebenen Rodler-Gesetze halten: Abstand halten zum Vordermann, Respekt vor langsamer fahrenden Kollegen und ein Überholmanöver rechtzeitig mit einem lauten „Aus der Bahn!“ ankündigen. Wer stürzt, sollte – falls irgendwie möglich – das Schlittenseil dabei nicht loslassen. Der Rodel könnte sonst ungebremst in einen anderen Fahrer krachen. Und zu Fuß bergab zu laufen macht ja auch nicht so viel Spaß.

Unten angekommen, gibt’s dann eigentlich nur eins: Noch einmal rauf. Ausrufezeichen!

Mehr Infos: 

http://www.wallbergbahn.de/winter/die-rodelbahn/

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